Italien: Transition ohne Reform?

Gescheiterte Anläufe zur Verfassungsreform 1983-1998 im Vergleich



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Italien: Transition ohne Reform?
Gescheiterte Anläufe zur Verfassungsreform 1983-1998 im Vergleich
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Die italienische Demokratie galt weithin als Sonderfall mit zahlreichen Struktur- und Funktionsproblemen, z.B. Regierungsinstabilität und Dauerherrschaft der christdemokratischen Partei. Nach den dramatischen Umwälzungen der 1990er Jahre, mit Korruptionsskandalen, Wahlrechtsänderungen und dem Untergang des traditionellen Parteiensystems, scheint sich die politische Szenerie Italiens auf den ersten Blick so grundlegend verändert zu haben, daß einige Beobachter von einer "Zweiten Republik" sprechen. Vor, während und nach dieser "Transition" wurde versucht, mit groß angelegten Verfassungsreformen einige Probleme zu beheben – jedoch ohne Erfolg. Anhand einer detaillierten Analyse der drei wichtigsten Reformversuche zeichnet Stefan Köppl die Entwicklungen der Jahre 1983 bis 1998 nach und untersucht, warum alle Anläufe scheiterten – obwohl sich Herangehensweise, beteiligte Akteure und politische Rahmenbedingungen jeweils fundamental unterschieden. In seiner vergleichenden Betrachtung kommt Köppl schließlich zu dem Ergebnis, daß trotz aller Veränderungen an der Oberfläche die zentralen Strukturmerkmale, Funktionsmuster und Verhaltensweisen sowie die damit verbundenen Probleme bestehen blieben. Die vorliegende Studie ist nicht zuletzt dadurch weit über den Bereich der Verfassungsreformen hinaus hilfreich zum Verständnis der italienischen Politik.
Autor/-in

About the author

Stefan Köppl, studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Passau, Heidelberg und München. Zur Zeit ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft I der Universität Passau tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind der internationale Systemvergleich, die Europäische Union und das politische System Italiens.
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„Stefan Köppls Arbeit gebührt Lob, schließt sie doch eine Forschungslücke. Die Systematik der empirischen Analyse ist überzeugend und auch die Verknüpfung von Theorie und Empirie ist insgesamt gelungen. Aufgrund der Fragestellung nach den Möglichkeiten und Grenzen der Selbstreform politischer Systeme verdient sie darüber hinaus nicht nur das Interesse der Italienforscher, sondern auch die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums.“ (Zeitschrift für Politik, 2/2005)<br<„Vorbildlich arbeitet Köppl die, Paradoxien der Selbstreform heraus, denn was es in Italien an politischen Veränderungen gab, war das Ergebnis externer Schocks durch Volksabstimmungen. Köppls Werk wird allerdings nicht allein durch diese scharfe Analyse sehr lesenswert. Vielmehr gelingt es dem Autor, die von ihm untersuchten Probleme mit der politischen Wirklichkeit Italiens zu vernetzen. Auf diese Weise erleichtert das systematisch und empirisch gehaltvolle Werk auch das Verständnis der Politik Italiens allgemein. Das Buch stellt einen wichtigen und sehr beachtenswerten Fortschritt der Italienforschung dar.“ (www.politik-buch.de)
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Autor/-in Stefan Köppl
Anzahl der Seiten 206
Sprache Deutsch;
Erscheinungsdatum 01.05.2003
Gewicht (kg) 0.2980
ISBN-13 9783898212625