Literatur und Kultur im mittleren und östlichen Europa

Herausgeber: Prof. Dr. Reinhard Ibler

ISSN 2195-1497

Die Buchreihe wurde mit dem Ziel begründet, der gegenwärtigen Forschung zu Literatur und Kultur im mittel- und osteuropäischen Raum ein Forum zu geben. Neben Dissertationen, Habilitationsschriften, weiteren monographischen Darstellungen und thematischen Sammelbänden sollen hier ganz bewusst auch hervorragende Masterarbeiten und vergleichbare Qualifikationsschriften aufgenommen werden, deren innovative Ideen der wissenschaftlichen Öffentlichkeit leider oft vorenthalten bleiben. Dem räumlich-regionalen Konzept wurde im Hinblick auf das Reihenprofil Vorrang vor einem rein philologischen, z. B. slavistischen, gegeben, um den zahlreichen Verflechtungen, die die Literaturen und Kulturen Ostmittel-, Südost- und Osteuropas sowie des deutschsprachigen Raums prägen, besser entsprechen zu können. Das Sichtbarmachen dieser vielfältigen wechselseitigen Kontakte, Überschneidungen und Beeinflussungen bildet einen der wesentlichen Impulse für die Publikationen der Reihe im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit.
Auch wenn die Reihe gerade aus ihrer methodischen und inhaltlichen Vielfalt lebt, so seien doch einige zentrale Themenbereiche herausgegriffen: Hier wäre etwa der literarisch-kulturelle Umgang mit dem Holocaust zu nennen, ein Schwerpunkt, der aus dem erfolgreichen Gießener Projekt zur vergleichenden Erforschung dieser bis auf den heutigen Tag ausgesprochen bedeutsamen und produktiven Problematik u. a. an polnischem, tschechischem, slowakischem und deutschem Material (Texte, Filme, Theaterproduktionen usw.) hervorgegangen ist. Zu den weiteren wichtigen Themengebieten, die das Profil der Reihe bestimmen, gehören der Moderne- und Avantgardediskurs, Fragen der Gattungstypologie und Gattungsgeschichte, aber auch übergreifende Aspekte der Ästhetik sowie Literatur- und Kulturtheorie, sofern diese in der geistigen Tradition Mittel- und Osteuropas verankert sind. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit innovativen und spannenden Projekten zum Erfolg der Reihe beizutragen.

Der Herausgeber:
Prof. Dr. Reinhard Ibler ist Inhaber eines Lehrstuhls für Slavische Philologie mit den Schwerpunkten russische, tschechische und polnische Literaturwissenschaft und Literaturtheorie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er hat sich u.a. mit Fragen der literarischen Zyklisierung, der Typologie und Entwicklung ausgewählter Gattungen (z.B. Komödie, Elegie, Sonett) und der literarisch-künstlerischen Kommunikation befasst. Aktuell ist er Leiter des Forschungskreises Holocaustliteratur und -kultur im mittleren und östlichen Europa und arbeitet darüber hinaus an Projekten zur Balladengeschichte und zur Aktualität funktionalistischer Modelle in den Literatur- und Kulturwissenschaften. Weitere Informationen unter: www.uni-giessen.de.

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  1. Thomas Mann und Ivan Olbracht

    Olga Zitova

    Thomas Mann und Ivan Olbracht

    Der Einfluss von Manns Mythoskonzeption auf die karpatoukrainische Prosa des tschechischen Schriftstellers
    24,90 €
    ibidem
    140 Seiten
    Zitovás literaturwissenschaftliche Analyse setzt an einer Schnittstelle der tschechischen und deutschen Literatur in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts an. Thomas Manns Roman Joseph und seine...
    verfügbar
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  2. The Holocaust in the Central European Literatures and Cultures since 1989

    Reinhard Ibler

    The Holocaust in the Central European Literatures and Cultures since 1989

    Der Holocaust in den mitteleuropäischen Literaturen und Kulturen seit 1989
    34,90 €
    ibidem
    372 Seiten
    Der Band versammelt 22 deutsch- und englischsprachige Beiträge zur Holocaustliteratur und -kultur der vergangenen 25 Jahre, wobei der Schwerpunkt auf Polen, Tschechien und Deutschland liegt. Aus diesen...
    verfügbar
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  3. Schreiben über den Holocaust

    Iris Bauer

    Schreiben über den Holocaust

    Zur literarischen Kommunikation in Marian Pankowskis Erzählung "Nie ma Zydowki"
    24,90 €
    ibidem
    110 Seiten
    Der polnische Autor Marian Pankowski (1919-2011) und sein literarischer Beitrag zum Holocaust-Diskurs sind der deutschsprachigen Öffentlichkeit bislang leider nur wenig bekannt. Mit ihrer vorliegenden...
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  4. Das Todesmotiv im Drama von Stanisław Przybyszewski
    34,90 €
    ibidem
    256 Seiten
    Zu den bedeutendsten und konstantesten Motiven im literarischen Schaffen Stanisław Przybyszewskis (1868-1927) und insbesondere in seiner Dramatik gehört der Tod. Insofern ist es verwunderlich, dass dieses...
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  5. Zwischen Tabu und Trauma. Katerina Tuckovas Roman Vyhnani Gerty Schnirch im Kontext der tschechischen Literatur über die Vertreibung der Deutschen
    24,90 €
    ibidem
    110 Seiten
    Kaum ein anderes Thema wird heutzutage in der Tschechischen Republik mit so großer Vehemenz diskutiert wie die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben historiographischen Debatten...
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  6. Przybyszewski und Japan

    Adam Jarosz

    Przybyszewski und Japan

    Bezüge und Annäherungen
    34,90 €
    ibidem
    240 Seiten
    Bei einer näheren Beschäftigung mit Przybyszewskis frühem Prosawerk sowie seinem auf dieses folgenden dramatischen Œuvre lassen sich vor dem Hintergrund einer breiten europäischen Rezeption japanischer...
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  7. Generationenkonflikt und Gedächtnistradierung: Die Aufarbeitung des Holocaust in der polnischen Erzählprosa des 21. Jahrhunderts
    24,90 €
    ibidem
    116 Seiten
    Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in Polen hat in den vergangenen Jahren eine neue Dynamik, aber auch eine neue künstlerisch-literarische Dimension erreicht. Stellten vor allem in den 1990er Jahren...
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