Lesereise "Unerhörte Ostfrauen"

In der ganzen Republik – und über Deutschland hinaus – haben Uta Mitsching-Viertel und Ellen Händler ihr Buch "Unerhörte Ostfrauen" bereits vorgestellt.

Lesen Sie Rückmeldungen der Zuhörer und Zuhörerinnen und gewinnen Sie einen Einblick in die anregenden Lesungen. Lust, einmal selbst dabei zu sein? Hier finden Sie aktuelle Termine der Lesereise.

„Das Buch bietet viele interessante Biografien und Lebensgeschichten. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es in der DDR mitunter schwierig war, einen Kitaplatz zu bekommen und dass Frauen verkürzt gearbeitet haben. Auf jeden Fall zeigen die Interviews, dass die Frauen sich verwirklichen konnten, ihren ganz individuellen Weg fanden, egal ob mit oder ohne Mann. Ich denke, das ist der große Unterschied zum alten Westen ...“—Andrea

„Die Geschichten lesen sich gut und vermitteln mir als Westfrau einen sehr guten Eindruck von Leben und Schaffen im Osten. Und davon, was wir durch eine überstürzte Vereinigung an Errungenschaften verloren haben.“—Angelika

„Die kleine Gemeinschaft der deutschen Frauen in Algier – Frauen aus Ost und West, mit Algeriern verheiratet und seit den 60ger und 70ger Jahren in Algerien – trifft sich an jedem 3. Samstag im Monat.
Am 13. April haben wir Ellen Händler für eine Lesung begrüßt. Das Interesse war groß, wir haben an ihren Lippen gehangen und die im Anschluss an die Lesung gestellten Fragen waren zahlreich. Die deutschen Frauen haben ja in all den Jahren, die sie in Algerien leben, nie den Kontakt mit der Heimat verloren und die Umwälzungen in der deutschen Gesellschaft verfolgt."—Rosemarie

„Ich habe die Lebensgeschichten alle mit großem Interesse gelesen. Besonders beeindruckend war für mich, wie groß die Bereitschaft in den Betrieben zur Förderung der Frauen war. Und wie die Frauen über sehr lange Zeiträume die Doppelbelastung in wirklich extremen Ausformungen gestemmt haben. Eigentlich auch kein Wunder, dass die Rente für Frauen damals mit 60 begann, denn wenn eine Kerze von zwei Seiten angezündet wird, brennt sie einfach schneller ab. In meinem familiären Umkreis, in dem es solche Powerfrauen auch gab und die nach der Wende dann teilweise sogar noch bis 70 weitergearbeitet haben – so meine Mutter – macht sich nun aber auch der Raubbau und die Auswirkungen auf die Gesundheit massiv bemerkbar."—Annelie
 
„Ja, so vielfältig ist das Leben, so steinig und verschlungen meist die Wege; so viel Vermögen, sich durchzusetzen braucht man; so viele Fehler werden gemacht – und sind ganz normal.
Stark sein ist die Devise, man muss es selbst in die Hand nehmen! 
Und das Leben kann dabei schön und wertvoll sein.
Man lernt viel als junge Frau und bringt so Gutes für sich und die Gesellschaft zustande.
Eure erzählten und aufgeschriebenen Geschichten spiegeln das Leben, wie es eben so ist.

PS: Ich wünschte so einige Lebenserfahrungen würden unsere 'großen Politikerinnen' und auch männlichen Wesen des Öfteren machen.“—Sieghilde

„Euer Buch macht eins sehr deutlich: es gibt eben nicht nur 'schwarz oder weiß'! Ein Buch, was ein Stück deutsche Geschichte unsterblich macht.
Ein Buch, welches zwar keinen wissenschaftlichen Anspruch hat, von dem sich aber so manch wissenschaftliches Buch einen Scheibe abschneiden könnte.
Wir könnten so viel voneinander lernen, anstatt immer zu urteilen. Ich finde das Buch mega interessant!“—Anja

„Das Buch 'Unerhörte Ostfrauen' hat mich schmunzeln lassen, aber auch dankbar bewegt. Ich, Jahrgang 1954, finde mich in vielen Gedanken wieder. Auf den von Ihnen formulierten 'Modernisierungsvorsprung' bin ich nach wie vor stolz, und ich finde, es war höchste Zeit für so ein Buch. Herzlichen Dank."—A.

„Die Stunden am vergangenen Abend mit der Vorstellung Ihres Buch habe ich genossen und möchte Ihnen dafür danken. Die Lebensberichte sind als Zeugen des gehabten Umbruchs wichtig für Erinnerung und Bewahrung des Errungenen, aber mehr noch für die Diskussion darüber, wie die jetzige Generation leben will. Sie verdienen ein breites Publikum.“—Norbert

„Bin beeindruckt, finde es toll, dass Errungenschaften beschrieben sind und es Frauen gibt, die es erlebt haben. Medial wird viel schlecht geredet, verdreht und was nicht passt, einfach weggelassen. Ein bisschen traurig bin ich darüber, dass so viel den Bach runtergegangen ist. Ihr habt tolle Frauen rausgesucht. Hoffentlich lesen es viele Nachgeborenen.“—Christiane

„Vielen Dank für den interessanten, anregenden Abend. Die vielen Diskussionen waren sehr gut – denn es gibt noch so viele Vorurteile und Missverständnisse zwischen Ost und West, die nicht ausgesprochen werden und eine Annährung schwierig machen.  Sie haben etwas ausgelöst.“—Susanne

„Die Lesung war eine gute Mischung aus Gelesenem, Erzähltem und Denkanstößen. Sehr anregend und unterhaltsam.“—Martina