Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt studierte an der Ponevezh Yeshiva, der Telshe Yeshiva, Chicago, dem Shevet Umechokek Institu-te for Rabbinical Judges, sowie dem Harry Fischel Institute for Tal-mudic Research, Jerusalem, Israel und ist ordinierter Rabbiner. Neben seiner rabbinischen Ordination besitzt Goldschmidt einen M.A. des Ner Israel Rabbinical College und einen M.S. der Johns-Hopkins-Universität, beide in Baltimore. 2002 wurde Goldschmidt vom Oberrabbinat von Israel die Qualifikation für die Position eines Oberrabbiners in jeder israelischen Stadt bescheinigt. Seit 2011 ist er der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz. Im Frühjahr 2009 war Goldschmidt Gastwissenschaftler am Davis Center for Russian and Eurasian Studies der Universität Harvard. Seit 2024 ist Oberrabbiner Goldschmidt Gastprofessor an der TUM München. Goldschmidt verfasst religionsrechtliche Beiträge zum postsowjetischen Judentum und nimmt in der Presse und vor internationalen Einrichtungen wie dem Senat der Vereinigten Staaten, dem Europäischen Parlament, dem Europarat, der Knesset, der Neeman Com-mission von Premierminister Benjamin Netanjahu, der Universität Oxford, der Berliner Antisemitismus-Konferenz der OSZE oder der Universität Harvard Stellung zu aktuellen Themen, zumeist zum Zustand der Jüdischen Gemeinde und zu den Bedrohungen durch den Antisemitismus. Zu seinen früheren Büchern gehören »Com-munitati et Orbi – To the Community and to the World« (2017), in deutscher Übersetzung »An die Gemeinschaft und an die Welt« (2018).