1-10 von 36

Seite:
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

The Chelmno Death Camp

12.01.2021 14:00:00

"The Chelmno Death Camp" by Artur Hojan and Chris Webb provides a detailed account of the first Nazi death camp. The two authors take an in-depth look at the structure and development of the National Socialists' mass murder procedure - gas vans were established at Chelmno as the first mass use of poison gas to kill Jews - and utilize both victim and perpetrator sources.

Review:

"Chelmno is still relatively unknown, even amongst esteemed historians of the Holocaust. The importance of Chelmno in the development of the Holocaust is also not well understood and is certainly under-researched. This book is therefore timely. As always, Chris Webb brings his own style to the problem of how to write about the Nazi death camps while respecting the memory of the victims." - Cameron Munro, Tiergarten4 Association e.V.

 

"A crucial extension to our body of knowledge on the Holocaust, The Chelmno Death Camp: History, Biographies, Remembrance is an authoritative and well-researched account of the construction, historical context, and liquidation of Hitler’s first death camp.

Drawing on detailed accounts from Jewish prisoners, perpetrator biographies and war crime trials, Chris Webb and the late Artur Hojan paint a characteristically rich picture of the atrocities that happened at Chelmno, as well as providing an impactful list of remembrance.

Going forward, this book is a great resource for modern historians and students of the Holocaust who wish to understand more about how Chelmno sparked wider developments in the systematic murder of six million Jews from 1941 to 1945." - Dr William Allchorn, Associate Director of the Centre for the Analysis of the Radical Right (CARR) and Postdoctoral Researcher at the University of Leeds.

About the book:

This book is a comprehensive account of the Chelmno death camp. Chelmno was not only the first Nazi death camp, it also set a horrific example in establishing gas vans as the first mass use of poison gas to kill Jews. Chris Webb and Artur Hojan cover the construction and the development of the mass murder process, as perfected by the Nazis. The story is painstakingly told from all sides, the Jewish inmates, some who survived the Holocaust, the perpetrators, the Polish Arbeitskommando, and others. A major part of this work is the Jewish Roll of Remembrance that includes the few survivors and the Jews deported from the Reich, via the Litzmannstadt ghetto, to their deaths in the gas vans. The book is richly illustrated with historical and contemporary photographs and documents.

About the author:

Chris Webb has been studying the Holocaust for over forty-five years. He has published five books on Hitler’s extermination camps. He has also given lectures and presentations at several universities on Aktion Reinhardt and other aspects of the Holocaust. He has founded and co-founded a number of Holocaust websites and has acted as an advisor to the Imperial War Museum and the BBC. He is also a member of the Tiergartenstrasse4 Association and a member of CARR.

Artur Hojan (1973–2013) was a Polish historian and author, also a well-regarded expert on Hitler’s T4 Euthanasia program and Herbert Lange, the first commandant of Chelmno. A founder of the Tiergartenstrasse4 Association. He lost his life in 2013; his original research has been used in this book. The book is dedicated to his memory.

 

Library access:

Ask your university library to get library access: For institutional customers, ibidem’s catalogue is available via direct online access for their users and / or employees.

Please contact our library service at library@ibidem.eu for further information and for ordering an online subscription.

Posted By Janina Wittlif

Mensch - Maschine – Miteinander

10.12.2020 14:00:00

Roboter und künstliche Intelligenzen finden immer häufiger den Weg in unseren Alltag. Immer öfter greifen wir auf die Unterstützung von Technologien und Maschinen zurück. Aber was bedeutet das für den Umgang mit diesen Maschinen und auch für das menschliche Miteinander? Und welche Aspekte sollten bei der Nutzung von Robotern und künstlichen Intelligenzen besonders in Bildung, Wissenschaft und auch in der sozialen Arbeit beachtet werden? In ihrer Studie „Mensch - Maschine – Miteinander“ begibt sich Sabrina Schönfeld auf die Suche nach Antworten auf diese Fragestellungen.

Über das Buch:

In vielfältiger Art und Weise, direkt oder indirekt, haben Roboter und künstliche Intelligenzen zunehmenden Einfluss auf Menschen, die auf digitale Technologien und Maschinen zurückgreifen. Das Gebiet der Sozialrobotik betrachtet Roboter und damit zusammenhängende Technologien, die ihren Weg in unsere Wohnungen, Kinderzimmer, Pflegeheime, Schulen, Arbeitsplätze und somit unseren Alltag finden und so auch soziale Auswirkungen haben. Was folgt für das menschliche Miteinander und die Verständigung zwischen Mensch und Maschine? Welche Konsequenzen gibt es für Forschung, Bildung und soziale Arbeit? Sabrina Schönfeld begibt sich in ihrer vorliegenden Studie auf die Suche nach Antworten, nicht nur, aber auch aus pädagogischer Perspektive. Bei den bisher in der Sozialrobotik vorherrschenden Konzepten liegt der Fokus auffallend intensiv auf technischer Umsetzbarkeit und beruflichen wie ökonomischen Zielsetzungen. In der Folge wird die Begegnung und Beschäftigung mit Sozialrobotik oft so strukturiert, dass dies aus pädagogischer Perspektive kritisch zu betrachten ist. An den Beispielen eines studentischen Forschungsprojekts und der Bildungsinitiative Roberta – Lernen mit Robotern zeigt Schönfeld auf, was förderlich und was hinderlich für selbstbestimmte und kritisch-kreative Begegnungen sein kann. Mithilfe ausgewählter Design- und Gestaltungsprinzipien gibt sie zudem praktische Empfehlungen für Lehrende, Lernende und Neugierige mit Blick auf Begegnungen und Bildungsinterventionen mit sozialen Maschinen. Sabrina Schönfeld leistet einen wichtigen Beitrag in der Debatte um Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Sozialrobotik und gibt wertvolle Hilfestellung dabei, die eigene Haltung gegenüber Maschinen, die als sozial agierend intendiert sind, zu reflektieren, zu überprüfen und die eigene Selbstachtsamkeit zu überdenken.

Über die Autorin:

Sabrina Schönfeld studierte nach einer Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechanikerin Pädagogik und Anglistik/Nordamerikanistik im Bachelor sowie Pädagogik im Master an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo sie das Forschungsprojekt Robotik und Algorithmizität – kritisch-kreative Auseinandersetzung aus pädagogischer Perspektive verantwortete. Ihr derzeitiger Arbeitsschwerpunkt liegt in der projektbezogenen Entwicklung und Koordination von interdisziplinären Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler an der Fachhochschule Kiel, bei denen Begegnungen mit Sozialrobotik eine wesentliche Rolle spielen.

 

Nutzen Sie den ibidem-Bibliothekszugang:

Bitten Sie Ihre Universitätsbibliothek um Bibliothekszugang: Für institutionelle Kunden steht der Katalog von ibidem über einen direkten Online-Zugang für deren Benutzer und/oder Mitarbeiter zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie unseren Bibliotheksdienst unter bibliothek@ibidem.eu für weitere Informationen und für die Bestellung eines Online-Abonnements.

Posted By Janina Wittlif

Die akademische Kommunikation unterliegt eigenen Regeln – die erstmal gelernt sein müssen. Mit  „Akademisch Kommunizieren – Bausteine sozialwissenschaftlichen Forschens“ legt Dr. Klaus Anderseck, Professor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, einen Einführungsband vor, der Studierende dabei unterstützt, sich in der wissenschaftlichen Argumentation zurechtzufinden.

Aufbau des Bandes:

Der Aufbau des Buches ist dabei vom Leitziel wissenschaftlichen Lernens bestimmt: Nach einer Einführung in den Umgang mit Begriffen, Definitionen und Theorien führt der Weg vom Schema der wissenschaftlichen Erklärung über Ziel-Mittel-Systeme bis hin zum Werturteilsstreit in den Sozialwissenschaften. Der zweite Teil greift diese Inhalte auf und vermittelt Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten. Er zeigt die einzelnen Schritte einer wissenschaftlichen Untersuchung von der Themensuche über die Durcharbeitung bis zum abschließenden Bericht auf. Im dritten Teil folgt eine kurze wissenschaftsphilosophische Ergänzung mit einer Einführung in das moderne Wissenschaftsverständnis und mit einem Exkurs über das zwar ungelöste, im wissenschaftlichen Argumentieren aber immer noch durchscheinende Universalienproblem. Ergänzend finden sich noch wertvolle Hinweise zum Aufbau einer akademischen Arbeit, zur Vermeidung von Fehlern und zum korrekten Zitieren.

Über den Autor:

Universitäts-Professor Dr. Klaus Anderseck studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an den Universitäten Köln, Marburg und Regensburg. Als Hochschullehrer war er an der Universität Kassel und an der Fernuniversität in Hagen tätig. Über die Beteiligung an mehreren bundesweiten empirischen Forschungsprojekten setzte er sich intensiv mit den Vorgehensweisen der empirischen Sozialforschung auseinander.

Nutzen Sie den ibidem-Bibliothekszugang:

Bitten Sie Ihre Universitätsbibliothek um Bibliothekszugang: Für institutionelle Kunden steht der Katalog von ibidem über einen direkten Online-Zugang für deren Benutzer und/oder Mitarbeiter zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie unseren Bibliotheksdienst unter bibliothek@ibidem.eu für weitere Informationen und für die Bestellung eines Online-Abonnements.

Posted By Janina Wittlif

Mit „Historische Kriminalfälle in Württemberg“ legt Udo Bürger eine faszinierende und detailreiche Chronik der schwersten Kapitalverbrechen vor, die von 1808 bis 1932 in Württemberg verübt wurden. Durch die Auswertung historischer Gerichtsakten aus den einschlägigen Archiven gelingt es ihm dabei, die Verbrechen hautnah zu schildern und lebendige Einblicke in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergründe zu vermitteln.

Über das Buch:

„Als die Nachricht hiervon in das Publikum drang, sammelte sich eine große Menschenmenge, die den Gefangenen entgegen zog und nicht übel Lust hatte, ohne Verzug einen Act der Lynchjustiz auszuüben.“ Das Buch „Historische Kriminalfälle in Württemberg“ zeigt die dunkle Seite Württembergs im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In seinen Ausführungen hat Udo Bürger die schwersten Kapitalverbrechen versammelt, die von 1808 bis 1932 in Württemberg vorkamen und mit der Hinrichtung der Täter endeten. Bürger legt damit die erste Dokumentation aller Hinrichtungsfälle des Königreichs Württemberg überhaupt vor, geordnet nach den Städten, in denen die Exekutionen stattfanden. Bürger, der sich schon mit historischen Kriminalfällen vieler deutscher Bundesländer und Regionen beschäftigt hat, setzt sich dabei kritisch mit zahlreichen zeitgenössischen Quellen auseinander.

Nutzen Sie den ibidem-Bibliothekszugang:

Bitten Sie Ihre Universitätsbibliothek um Bibliothekszugang: Für institutionelle Kunden steht der Katalog von ibidem über einen direkten Online-Zugang für deren Benutzer und/oder Mitarbeiter zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie unseren Bibliotheksdienst unter bibliothek@ibidem.eu für weitere Informationen und für die Bestellung eines Online-Abonnements.

Posted By Janina Wittlif
Between 2014 and 2019 the renowned Ukrainian journalist Nataliya Gumenyuk traveled to the occupied Crimea, where she collected the stories of people whose lives were changed by the Russian annexation.
In a conversation with Ukraine expert Dr. Andreas Umland, Nataliya Gumenyuk shares the experiences that form the basis of her book. The translator Johann Zajaczkowski gives a brief introduction. The German translation of "The Lost Island: Stories from the Occupied Crimea" is published in the book series Ukrainian Voices by ibidem Press. 
Read More
Posted By Christian Schön

Prof. Dr. Eva Leitzke-Ungerer ist in der Didaktik der romanischen Sprachen für ihre Arbeit über Probleme der allgemeinen Fremdsprachendidaktik und deren Konkretisierung im schulischen Kontext, ihre sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Einordnungen und nicht zuletzt ihre Schriften über die Bedeutung von Film und Musik für den Fremdsprachenunterricht ein Begriff. In der Festschrift „A la croisée des chemins … Wege einer fachübergreifenden Fremdsprachendidaktik“, herausgegeben von Christophe Losfeld, versammeln sich Beiträge von Kollegen und Weggefährten, die mit ihren Beiträgen das Werk Leitzke-Ungerers würdigen.

Über die Festschrift:

Eva Leitzke-Ungerer ist seit 2006 Professorin für Didaktik der romanischen Sprachen am Institut für Romanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In dieser Zeit hat sie nicht nur zahlreiche Studierende auf ihre berufliche Tätigkeit grundlegend vorbereitet, sondern durch ihre umfangreichen Forschungsarbeiten einen wesentlichen Beitrag zur Didaktik der romanischen Sprachen geleistet. Die 16 im Band veröffentlichten Beiträge spiegeln das Wirken von Eva Leitzke-Ungerer wider.

Über den Herausgeber:

Christophe Losfeld, agrégé d’allemand, ist Gymnasiallehrer und Fachbetreuer für Französisch in Sachsen-Anhalt sowie außerplanmäßiger Professor am Institut für Romanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Posted By Janina Wittlif

"Pop Beckett: Intersections with Popular Culture", edited by Paul Stewart and David Pattie, tells the intimate relation between Beckett’s work and popular culture.

Featured Reviews:

"Samuel Beckett – the ‘moody man of letters’ – can be found in the most unexpected places, from the Muppets to Game of Thrones. The essays in this superb volume patiently explore new tributaries of Beckett’s reception and examine his status as a pop, ‘mod’ icon. In so doing, they reveal new perspectives for understanding both Beckett’s works and his legacies, showing both how he engages with popular culture as well as how popular culture engages with Beckett." – Dr Sam Slote, Trinity College Dublin

Short description:

When Samuel Beckett’s work first appeared, it was routinely described, by Adorno amongst others, as a clear example of European high culture. However, this judgement ignored an aspect of Beckett’s work and its reception that is, arguably, not yet fully understood; the intimate relation between his work and popular culture. Beckett used popular cultural forms; but popular culture has also found a place both for the work and for the man. This collection of essays examines how popular cultural forms and media are woven into the fabric of Beckett’s works, and how Beckett continues to have far-reaching impact on popular culture today in a host of different forms, in film and on television, from comics to meme culture, tourism to marketing.

 

About the editors:

Paul Stewart is Professor of Literature at the University of Nicosia. He is the author of two books on Beckett—Sex and Aesthetics in Samuel Beckett’s Works (Palgrave, 2011) and Zone of Evaporation: Samuel Beckett’s Disjunctions (Rodopi, 2006)—and the series editor for ‘Samuel Beckett in Company’, published by ibidem Press. He has published widely on Beckett in such journals as The Journal of Beckett Studies and Samuel Beckett Today / Aujourd’hui. He is also a creative writer (his novel Now Then was published by Armida in 2014) and a performer in theatre, television, and film.

David Pattie is Senior Lecturer in Drama at the University of Birmingham. He is the author of three books (The Complete Critical Guide to Samuel Beckett (2001), Rock Music in Performance (2007), and Modern British Playwrights: the 1950s (2012)). He has also co-edited two books with Sean Albiez: Kraftwerk: Music Non-Stop (2010) and Brian Eno: Oblique Music (2016). Furthermore, he was part of the Staging Beckett research project, and he has published extensively on Beckett, contemporary performance, popular culture, popular music, and Scottish theatre.

Posted By Janina Wittlif

In “Nailed to the rolls of honour, crucified: Irish Literary Responses to the Great War – The War Writings of Patrick MacGill, James Hanley, and Liam O’Flaherty” Robert Starr examines Irish perspectives on the First World War based on the works of three Roman Catholic Irishmen. What influences shaped Irish soldiers from the working class in those days? With what motives did they go into battle? And how did the soldier’s faith affect their attitude to the war? Starr tries to answer these questions. He looks at them in a European context and focuses on the fact that the working class saw military service as work and not as a duty or vocation.

Short description:

This book explores the war writings of Patrick MacGill, James Hanley, and Liam O’Flaherty, working class, Roman Catholic Irishmen, all of whom fought in the First World War as privates and who, collectively, it is argued, constitute a distinct trio of war writers. Through discussions focusing upon class, camaraderie, violence, religion, trauma, and the body, this book considers these Irish soldiers within a cultural, social, and historical context. Central to this examination is the idea that the motives for enlistment and the experience of army labor and even combat was such that military service was perceived as work rather than a duty or vocation undertaken in support of any prevailing doctrines of patriotism or sacrifice. The men’s Catholicism also shaped their aesthetic and philosophical responses to the war, even while the war conversely troubled their faith or confirmed their religious scepticism. The war writing of these men is located within both an Irish and a pan-European literary working class tradition, thereby permitting the texts to be viewed within a wider context than literature of the First World War, and from a perspective that goes beyond Ireland and Britain. These characteristics shape a perspective on the conflict very different from that of the canonical officer-writers, men such as Siegfried Sassoon, Robert Graves, or Edmund Blunden, whose work is considered alongside those of the three Irish soldier-writers.

About the author:

Robert Starr began studying English Literature later in life having previously worked in such diverse occupations as law enforcement in England and music while living on the east coast of America. Attending the Universities of Central England, Cambridge, and Warwick, where he completed his PhD, Starr developed an interest in the men who form the cornerstone to this text. Having an Irish heritage, his desire was to bring to the fore the experiences of Catholic soldiers from Ireland who fought in the British army, men who historically have received little attention.

Posted By Janina Wittlif

Herbstprogramm 2020

08.09.2020 11:19:15

Politik, Gesellschaft, Sprache, Literatur und Belletristik - nur ein kleiner Ausschnitt der Fachrichtungen, die von unseren Neuererscheinungen im Herbst 2020 abgedeckt werden. Stöbern Sie in unserem aktuellen Programm und entdecken Sie Spannendes, Wissenswertes und Lehrreiches.

Read More
Posted By Valerie Lange

Der berühmte Geiger Bronislaw Huberman war auch bekannt dafür, dass er sich in der NS-Zeit Hitlers Regime entgegenstellte. Dass er aber ebenfalls von der Idee eines vereinten Europa überzeugt war und sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg dafür stark machte, ist nur wenigen bewusst. Dabei haben seine Ideen maßgeblich die Gestaltung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusst und sind selbst in der heutigen Diskussion noch aktuell.

Hans-Wolfgang Platzer setzt sich in seinem Buch „Bronislaw Huberman und das Vaterland Europa“ mit diesem europäischen Engagement Hubermans auseinander.

Stimmen zum Buch:

„Der Tübinger Hans-Wolfgang Platzer legt eine beeindruckende Studie zu dem Violinvirtuosen und politischen Visionär Bronislaw Huberman vor. […] Das Buch schließt eine schon länger bestehende Lücke. Mehr noch: Platzer bewertet Hubermans damaliges Engagement aus der geschulten Sicht des europapolitischen Fachmanns und kann es dadurch nicht hoch genug einschätzen.“ – Schwäbisches Tagblatt, 28.11.2019

„Platzers Buch ist die längst fällige Mahnung, endlich den großen Geiger Bronislaw Huberman als einen der gewichtigen 'realistischen' Vordenker des vereinigten Europas gebührend zu ehren und zu feiern.“ – Süddeutsche Zeitung, 26.11.2019

Inhalt des Buches:

Bronislaw Huberman (1882–1947), einer der großen Violinvirtuosen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bekannt als ein Künstler, der sich dem Nationalsozialismus entgegenstellte und bedrohten jüdischen Musikern zum Überleben verhalf, war auch ein bedeutender Vordenker und Botschafter eines vereinten Europa. Diesem kaum bekannten Engagement Hubermans in der europäischen Einigungsbewegung nach dem Ersten Weltkrieg widmet sich dieses Buch. Es stellt anhand seiner Schriften und seines Briefverkehrs einen politisch weitsichtigen Künstler vor, der sich mit originellen Gedanken und unermüdlichem Elan für ein Vaterland Europa einsetzte. Mehrere Kernelemente der Huberman’schen Europakonzeption haben nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich den Einigungsprozess bestimmt: die politisch eingebettete Zollunion als Ausgangsprojekt, der Utilitarismus als Triebfeder und die Ökonomie als strategische Entwicklungsachse. Die heutige Europäische Union weist in einer Reihe wichtiger Politikfelder Integrationsleistungen auf, die Huberman ein knappes Jahrhundert zuvor beschrieben und gefordert hat. Auch lebt der normative Gehalt seiner auf Völkerfrieden und gesellschaftliche Wohlfahrt gerichteten Botschaften in gegenwärtigen Europa-Diskursen fort. Der Brückenschlag zur heutigen Europäischen Union zeigt, wie aktuell Hubermans Denken in einer Zeit ist, in der in einem krisengeschüttelten Europa eine bedenkliche Geschichtsvergessenheit um sich greift.

Über den Autor:

Dr. Hans-Wolfgang Platzer ist Professor für Politikwissenschaft (i. R.) und Inhaber eines Jean Monnet Chair of European Integration an der Hochschule Fulda.

Nutzen Sie den ibidem-Bibliothekszugang:

Bitten Sie Ihre Universitätsbibliothek um Bibliothekszugang: Für institutionelle Kunden steht der Katalog von ibidem über einen direkten Online-Zugang für deren Benutzer und/oder Mitarbeiter zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie unseren Bibliotheksdienst unter bibliothek@ibidem.eu für weitere Informationen und für die Bestellung eines Online-Abonnements.

Posted By Janina Wittlif

1-10 von 36

Seite:
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4