Die Selbsternennung des Dritten Standes zur Assemblée Nationale – Performativer Akt der Neuschöpfung des Politischen



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Die Selbsternennung des Dritten Standes zur Assemblée Nationale – Performativer Akt der Neuschöpfung des Politischen
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Die Geschichte der Generalstände von 1789 zeigt die Emergenz und Metamorphosen, die den peuple vom sprichwörtlich unmündigen und ohnmächtigen Objekt, das in den Cahiers de doléances dem König vorgeführt wurde, zunächst zum öffentlich präsenten und autorisierten Publikum in den Sitzungen der communes und schließlich zum einzig gültigen Souverän, zum konstitutiven Imaginären des modernen Politischen schlechthin machte. Allerdings vollzogen sich diese Metamorphosen nicht einfach in einem politischen Diskurs, sondern in einem ästhetisch-theatralischen Rahmen der Umschrift inszenatorischer Praktiken: Stellten die Generalstände von 1789 zu Beginn eine höfisch distinguierte Inszenierung des Politischen dar, in der der peuple ausschließlich dem König-Vater huldigen sollte, so ereignete sich die Revolution in der Form eines dramatischen Massenspektakels, in dem das Politische aus dem Leitmotiv des Ressentiments heraus im Wechselspiel zwischen den revolutionären Massen und ihren Protagonisten die Nation und ihre Geschichte neu begründete.
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Autor/-in Marcus Otto
Anzahl der Seiten 136
Sprache ; Deutsch
Erscheinungsdatum 28.07.2003
Gewicht (kg) 0.2090
ISBN-13 9783898212724