Bei unvoreingenommener Lektüre von Sören Kierkegaards Entweder – Oder muß man zu der Überzeugung gelangen, daß der Leser es hier nicht mit einer philosophischen Abhandlung zu tun hat, sondern mit einem literarischen Text. Die vorliegende Untersuchung fragt danach, was passiert, wenn man die Fiktionalität des Textes ernst nimmt und Entweder – Oder so liest, daß man in gleichem Maße der Form wie dem Inhalt Beachtung schenkt, oder, anders ausgedrückt, daß man in der formalen Gestaltung einen Teil des Gehaltes erblickt, einen Teil der Bedeutung des Texts. Die Gegenüberstellung mit dem Mann ohne Eigenschaften läßt deutlich werden, daß die Wahl der Form des
literarischen Texts statt der Form klassischer philosophischer Abhandlung als eine philosophische Wahl begriffen werden kann, begründet in Reflexionen über Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation. Beide Texte befassen sich mit der Frage nach
menschlichen „Existenzmöglichkeiten“; und der Vergleich läßt deutlich werden, daß das Medium der Fiktion, des literarischen Textes in herausragender Weise geeignet ist zu veranschaulichen, was es bedeutet, über Möglichkeiten zu verfügen.
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Delivery time
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Number of Pages |
334
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Language |
German
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Type |
Paperback
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Format |
21,0 cm x 15,0 cm
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Publication date |
04.10.2004
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ISBN
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978-3-89821-397-4
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Weight
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457 g
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Product safety information (EU GPSR)
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„Ein mehr als attraktives Thema der Philosophie baut Sebastian Hübsch auf: Er unterzieht Kierkegaards ,Entweder…oder’ und Musils ,Mann ohne Eigenschaften’ einer vergleichenden Untersuchung und legt in einem wahren koexistenzialistischen Ansatz die Termini ,Möglichkeit’ und ,Wirklichkeit’ als Prüfgegenstände zu Grunde. Die Verbindung beider zu einem solch originellen Ansatz, der mit solch großem Gewinn gelesen werden kann, erfordert doppelten Mut. Chapeau!“ (Das dosierte Leben, Nr. 56, 2006)