Wir sprechen gerne von den dunklen Seiten der deutschen Geschichte, wenn wir von Gräueltaten reden, an denen Deutsche beteiligt gewesen sind. Ein dunkles Kapitel ist jedoch auch das Justizwesen selbst. Irrglauben, Diktatur und Sadismus führten die Angehörigen privilegierter Schichten in früheren Zeiten dazu, ihren Untertanen unsägliches Leid anzutun, sie zu foltern, sie hinzurichten.
Die "Gerichte", die wir in großer Zahl auf der kurhannoverschen Landesaufnahme des 18. Jahrhunderts ausmachen, sind fast durchweg jüngeren Datums. Inwieweit die in alten Karten eingezeichneten "Gerichte" auch zwingend Richtstätten waren, auf denen "arme Sünder" vom Leben zum Tod befördert wurden, ist nicht immer mit Bestimmtheit zu sagen, da die Quellenlage in Bezug auf die Kriminalgerichtsbarkeit in den Ämtern allgemein recht spärlich ist. In Bezug auf Ohof jedoch ist die Aktenlage eindeutig. Diese Hinrichtungsstätte stellt in den Lüneburgischen Landen einen Sonderfall dar. Hier, an der Grenze Meinersens zu Peine, herrschte eine rege Hinrichtungspraxis. Bis zum Jahre 1829 wurden dort vermutlich fast 70 Kriminelle ins Jenseits befördert.
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Matthias Blazek
Matthias Blazek arbeitet bereits seit über zwanzig Jahren erfolgreich mit dem ibidem-Verlag zusammen. Der Autor ist 1966 geboren, verheiratet und hat drei Kinder. Seine Schwerpunktthemen sind die Kriminaljustiz in Norddeutschland, Feuerwehrhistorik, niedersächsische Landesgeschichte und Themen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus. Seine Literatur zeichnet sich durch umfangreiche Quellenauswertung sowie angehängte Orts- und Personenregister aus.
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Delivery time
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Delivery time 2-3 working days.
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Number of Pages |
150
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Type |
Paperback
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Language |
German
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Illustrations |
zahlr. farb. Abb.
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Format |
21,0 cm x 15,0 cm
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Publication date |
31.10.2008
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ISBN
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978-3-89821-957-0
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Weight
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227 g
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Product safety information (EU GPSR)
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„Nach dem Genuss dieser Lektüre kann der Begriff der Guten Alten Zeit nur noch als absurd empfunden werden. Schwache Gemüter seien gewarnt, die Beschreibungen des Autors über die vergangenen Kriminalfälle, grausame Folter und unmenschliche Strafen gehen sehr zu Herzen. Allein Blazeks sachlicher Umgang mit dem Thema - sein Ton gerät nie zu voyeuristisch, noch versucht er, durch überzogene Vokabeln die Fälle zu kommentieren - zieht die Leser in den Bann und macht Lust auf dieses Kapitel der (Kriminal-)Geschichte.“ (www.dollbergen.de, November 2008)
„Matthias Blazek hat sich in mühevoller Archivarbeit einem Thema gewidmet, das nunmehr auf 150 Seiten abgedruckt ist und einen interessanten wie fundierten Einblick in diesen Abschnitt der niedersächsischen Landesgeschichte gewährt.“ (Der Krimi-Tipp, Nr.55, Juli-Dez. 2010)
„Nach dem Genuss dieser Lektüre kann der Begriff der Guten Alten Zeit nur noch als absurd empfunden werden. Schwache Gemüter seien gewarnt, die Beschreibungen des Autors über die vergangenen Kriminalfälle, grausame Folter und unmenschliche Strafen gehen sehr zu Herzen. Allein Blazeks sachlicher Umgang mit dem Thema - sein Ton gerät nie zu voyeuristisch, noch versucht er, durch überzogene Vokabeln die Fälle zu kommentieren - zieht die Leser in den Bann und macht Lust auf dieses Kapitel der (Kriminal-)Geschichte.“ (www.dollbergen.de, November 2008)„Matthias Blazek hat sich in mühevoller Archivarbeit einem Thema gewidmet, das nunmehr auf 150 Seiten abgedruckt ist und einen interessanten wie fundierten Einblick in diesen Abschnitt der niedersächsischen Landesgeschichte gewährt.“ (Der Krimi-Tipp, Nr.55, Juli-Dez. 2010)